Nachsorge nach Therapien

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Allgemeine Nachsorge nach Therapien

  1. Kurative Stadien

Die allgemeine Nachsorge im Anschluss an eine kurative Krebstherapie hat das Ziel, den Erfolg der Behandlung zu überwachen.

Unmittelbar nach einer Krebstherapie erhält der Patient zunächst eine spezifische Nachsorge, die sich nach dem eingesetzten Therapieverfahren richtet. Die allgemeine Nachsorge dagegen beginnt in der Regel nach einer Rehabilitationsmaßnahme. Über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren wird der Patient regelmäßig engmaschig untersucht. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Kontrolluntersuchungen betragen drei bis sechs Monate.

Inhalte der Untersuchungen sind:

  • Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes
  • Blutuntersuchung
  • Bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT oder MRT)

Sind die Befunde der allgemeinen Nachsorge dauerhaft unauffällig, so wird der Patient in das Krebs-Früherkennungssystem zurückgeführt.

Liegt eine Leberzirrhose vor, ist es wichtig, die Zirrhose zusätzlich zu überwachen. So kann ein Fortschreiten der Zirrhose rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Eine Zirrhose gilt als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Leberkrebs. Das Fortschreiten der Zirrhose zu verhindern oder zu verlangsamen, ist eine wichtige Maßnahme. Das Risiko einer erneuten Tumorbildung (Rezidiv) kann dadurch vermindert werden. Bei einer Überwachung der Zirrhose können folgende Untersuchungen durchgeführt werden.

  • Ultraschall (Sonographie) oder Lebersteifigkeitsmessung
  • Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • Blutuntersuchung
  1. Palliative Stadien

Wird der Leberkrebs palliativ therapiert, erfolgen in der Regel mehrere Behandlungseinheiten. Bei den Langzeitbehandlungen geht es weniger um eine allgemeine Nachsorge, im Vordergrund steht vielmehr die umfassende medizinische und therapeutische Begleitung des Patienten während der Therapie. Dazu gehören beispielweise die Behandlung von Symptomen und Nebenwirkungen der Therapie sowie die Vermittlung von unterstützenden Angeboten.

Die Betreuung und die Versorgung nach einer Krebstherapie werden von dem Behandlungsteam geplant. Es wird ein individueller Nachsorgeplan erstellt. Dieser berücksichtigt u. a.:

  • Den individuellen Krankheits- und Therapieverlauf
  • Medikamente und weitere Behandlungen/Therapiekontrollen
  • Weitere Erkrankungen
  • Die persönliche Situation des Patienten (z. B. Mobilität, Wohnsituation, Angehörige)

Die Nachsorge kann sowohl in einer klinischen Ambulanz als auch bei einem niedergelassenen Facharzt erfolgen. Der Facharzt ist dann häufig ein Gastroenterologe oder Hepatologe mit onkologischer Erfahrung. Auch der Hausarzt sollte über die durchgeführte Krebstherapie, die Medikamente und die Maßnahmen der Nachsorge informiert sein. Er kann den Patienten zusätzlich unterstützen. Zudem helfen die Informationen dem Hausarzt bei der Medikamentenauswahl zur Behandlung von „Alltagserkrankungen“.