Perkutane Ethanol – Injektion/PEI

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Perkutane Ethanol – Injektion/PEI

Bei der Perkutanen Ethanol-Injektion (PEI) wird der Tumor mit einer hochprozentigen Alkohollösung behandelt. Die Alkohollösung wird in den Tumor gespritzt. Diese lässt den Tumor absterben. Um an den Tumor zu gelangen, wird ein kleiner Schnitt (minimalinvasiv) in die Bauchdecke vorgenommen. Über diesen wird eine Sonde eingeführt. Hat die Sonde den Tumor in der Leber erreicht, wird die Alkohollösung eingespritzt. Das umgebende gesunde Lebergewebe wird dabei kaum geschädigt.

Um dauerhaften Erfolg zu erzielen, muss dieses Verfahren im Abstand von mehreren Wochen wiederholt werden. Vor einer erneuten Behandlung wird der bisherige Therapieerfolg durch eine kontrastmittelverstärkte Computertomographie überprüft. Drei Monate nach dem letzten Eingriff sollte der Tumor nicht mehr nachweisbar sein (Remission des Tumors).

Zur Erfolgskontrolle wird sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff eine kontrastmittelverstärkte Computertomographie durchgeführt. Drei Monate nach dem letzten Eingriff sollte eine komplette Rückbildung (Remission) erfolgt sein. 

Für jede Therapieform gibt es unterschiedliche absolute und relative Ausschlusskriterien. So auch bei der PEI. Diese sind sehr spezifisch und müssen mit dem behandelnden Ärzteteam gemeinsam besprochen werden.

Bei der PEI können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Lokaler Leberschmerz
  • Erhöhte Temperatur
  • Anstieg der Leberparameter
  • Anstieg der Entzündungswerte
  • Nachblutungen

Schmerzen nach dem Eingriff können beispielsweise mit dem Schmerzmittel Novalgin behandelt werden. Eine erhöhte Temperatur kann mit Paracetamol gesenkt werden. Der Anstieg der Leberparameter und der Entzündungswerte sind oft nur von kurzer Dauer und normalisieren sich nach einigen Tagen von selbst.

Nachsorge

Nach einer erfolgreichen PEI wird der Patient in ein Nachsorgeprogramm überführt. Dieses erfolgt individuell und kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Innerhalb dieser Zeit wird in Abständen von drei bis vier Monaten kontrolliert, ob der Tumor erfolgreich zerstört werden konnte. Mögliche Rezidive (Wiederauftreten des Krebses) können dann frühzeitig erkannt werden.

Die Untersuchungen der Nachsorge umfassen in der Regel die bildgebenden Verfahren, wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT). Zusätzlich sollte über eine Blutabnahme der Tumormarker alpha-Fetoprotein (AFP) kontrolliert werden.

Wenn im Rahmen der Nachsorge kein Tumor mehr aufgetreten ist, wird der Patient wieder in das regelmäßige Früherkennungsverfahren übergeleitet. Untersuchungen im Rahmen der Krebsfrüherkennung sollten alle sechs Monate stattfinden.