Radio Frequenz Ablation -RFA/Mikrowellenablation

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Radio Frequenz Ablation -RFA/Mikrowellenablation

Die Radiofrequenzablation und die Mikrowellenablation sind Therapieverfahren, bei denen der Tumor und das befallene Gewebe durch Hitze zerstört werden. Die Methode lässt sich so gezielt einsetzen, dass das gesunde Gewebe kaum geschädigt wird. Bei der RFA und der Mikrowellenablation wird mit einer Sonde gearbeitet. Die Spitze der Sonde hat eine hohe Temperatur, die durch Strom oder Mikrowellen erzeugt wird. Damit die Mediziner die Sonde bis zur Leber führen und die betroffene Stelle behandeln können, müssen sie einen Zugang zur Leber schaffen. Der Zugang kann durch einen kleinen Schnitt (minimal-invasiv) in der Bauchdecke erfolgen, über den die Sonde eingeführt wird. Diese Methode wird perkutaner (= durch die Haut) Zugang genannt und am häufigsten angewendet. Der perkutane Zugang ist mit geringen Belastungen für den Patienten verbunden. Die richtige Führung der Sonde wird mit Hilfe eines Ultraschalls oder CTs überwacht.

Zusätzlich kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden, damit die Führung der Sonde während des Eingriffs zusätzlich kontrolliert werden kann. Da dieses Verfahren technisch sehr anspruchsvoll ist, sollte es nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.

Der Zugang kann aber auch durch einen größeren Bauchschnitt erfolgen. Die Sonde muss dann nicht mehr zur Leber hingeführt werden, da diese frei zugänglich ist. Diese Methode ist mit einer größeren Operation verbunden. Auch hier kommen unterstützende bildgebende Verfahren zum Einsatz, damit die Sonde das betroffene Lebergewebe optimal erreicht.

In der Regel erfolgen die RFA sowie die Mikrowellenablation unter Vollnarkose. Der Eingriff dauert je nach Größe und Lage der Tumore ein bis drei Stunden. Um Komplikationen auszuschließen und den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren, erfolgt direkt nach dem Eingriff eine Untersuchung im CT. Der Behandlung schließt sich in aller Regel ein Klinikaufenthalt von zwei bis drei Tagen an.

Für jede Therapieform gibt es unterschiedliche absolute und relative Ausschlusskriterien. So auch bei der RFA. Diese sind sehr spezifisch und müssen mit dem behandelnden Ärzteteam gemeinsam besprochen werden.

Nebenwirkung der RFA:

Bei der RFA oder der Mikrowellenablation können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Lokaler Leberschmerz
  • Erhöhte Temperatur
  • Anstieg der Leberparameter
  • Anstieg der Entzündungswerte
  • Nachblutungen

Schmerzen nach dem Eingriff können beispielsweise mit dem Schmerzmittel Novalgin behandelt werden. Eine erhöhte Temperatur kann mit Paracetamol gesenkt werden. Der Anstieg der Leberparameter und der Entzündungswerte sind oft nur von kurzer Dauer und normalisieren sich nach einigen Tagen von selbst.

Nachsorge RFA:

Nach einer RFA (Radiofrequenzablation) soll die Erstkontrolle schon nach vier bis sechs Wochen erfolgen. Weiterhin soll über einem Zeitraum von zwei Jahren in einem Abstand von drei bis vier Monaten kontrolliert werden, ob ein Tumor ganz zerstört werden konnte oder wieder aufgetreten ist (Rezidiv). Nach diesem Zeitraum kann die Kontrolle auf einen längeren Abstand ausgeweitet werden.

Die Kontrolle erfolgt in der Regel mit Hilfe der kontrastmittelverstärkten Magnetresonanztomographie (MRT) oder der kontrastmittelverstärken Computertomographie (CT). Das CT wird meist dann angewendet, wenn der Patient starkes Übergewicht hat (Adipositas) oder Bauchwasser aufweist (Aszites). Darüber hinaus sollte ebenfalls in einem Abstand von drei Monaten der Tumormarker AFP kontrolliert werden.

Wenn innerhalb von zwei Jahren kein Tumor mehr aufgetreten ist, wird der Patient wieder in das regelmäßige Früherkennungsverfahren übergeleitet; das bedeutet, es wird in einem Abstand von jeweils sechs Monaten kontrolliert, ob ein Krebsverdacht vorliegt.

Sollten neue Tumore (sogenannte Rezidive) auftreten, kann die RFA wiederholt werden.

Die Erstkontrolle sollte schon nach vier bis sechs Wochen erfolgen.

Nach einer erfolgreichen RFA oder Mikrowellenablation wird der Patient in ein Nachsorgeprogramm überführt. Dieses erfolgt individuell und kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Innerhalb dieser Zeit wird in Abständen von drei bis vier Monaten kontrolliert, ob der Tumor erfolgreich zerstört werden konnte. Mögliche Rezidive (Wiederauftreten des Krebses) können dann frühzeitig erkannt werden.

Die Nachsorgeuntersuchung umfasst in der Regel die bildgebenden Verfahren, wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT). Zusätzlich sollte über eine Blutabnahme der Tumormarker alpha-Fetoprotein (AFP) kontrolliert werden. Wenn innerhalb der Nachsorge kein Tumor mehr aufgetreten ist, wird der Patient wieder in das regelmäßige Früherkennungsverfahren übergeleitet. Untersuchungen im Rahmen der Krebsfrüherkennung sollten alle sechs Monate stattfinden.

Sollten neue Tumore (sogenannte Rezidive) auftreten, kann die RFA wiederholt werden.