Unterstützende, symptomlindernde (supportive) Behandlung

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Unterstützende, symptomlindernde (supportive) Behandlung

Ist der Leberkrebs sehr weit fortgeschritten, die Leberfunktion durch eine sehr starke Zirrhose (Child-Pugh C) stark beeinträchtigt und der Patient in einem schlechten Allgemeinzustand, ist eine systemische Krebsbehandlung nicht sinnvoll. Die Anwendung einer systemischen Therapie birgt ein hohes Risiko, dass sich die Leberfunktion und der Allgemeinzustand weiter verschlechtern. Der therapeutische Ansatz liegt in diesem Erkrankungsstadium in der Linderung von Symptomen.

Hierzu gehören beispielweise die Behandlung des Aszites und von Ödemen, die Sicherstellung der Nährstoffzufuhr und eine Schmerztherapie. Die Bedarfe von Patienten sind hier sehr unterschiedlich. Die benötigten unterstützenden und symptomlindernden Maßnahmen werden mit dem Patienten gemeinsam besprochen und individuell festgelegt.

Mit dem behandelnden Arzt sollte frühzeitig besprochen werden, welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten bestehen, sollte sich die Gesamtsituation weiter verschlechtern. Speziell ausgebildete palliativ-medizinische Teams können dann die Versorgung und Therapie zusätzlich begleiten und auch Angehörige in der Situation unterstützen.