Lexikon
absolute und relative Ausschlusskriterien
absolute Ausschlusskriterien sind Kriterien, die eine entsprechende Behandlung nicht möglich machen; bei relativen Ausschlusskriterien handelt es sich um Kriterien, bei denen die entsprechenden Fachärzte genau abwägen, ob eine Therapie möglich ist.
Abwehrsystem
Fähigkeit des Körpers schädliche Einflüsse eigenständig zu bekämpfen.
Adipositas
krankhaftes Übergewicht oder auch Fettleibigkeit. Adipositas kann Ursache einer Fettleber sein.
AFP
Alpha-Fetoprotein, Körpereigenes Eiweiß, das als Marker für Krebstumor dient. Eine deutliche Erhöhung des AFP-Wertes kann darauf hinweisen, dass ein Leberkrebs (HCC) vorliegt.
AIH
Autoimmunhepatitis ist eine autoimmune Lebererkrankung, bei der das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) die Leberzellen angreift. Dies führt zu einer Entzündung der Leberzellen.
Albumin
Von der Leber gebildeter Hauptbestandteil der Bluteiweiße. Bei schlechter Leberfunktion sinkt das Albumin im Blut, sodass weniger Wasser in den Blutgefäßen gebunden wird und Wasser ins Gewebe austritt (Ödeme, Aszites).
Alkoholische Fettlebererkrankung (ASH)
auch alkoholische Steatohepatitis genannt. Schwere durch Alkoholkonsum ausgelöste Lebererkrankung.
Allgemeine Nachsorge
direkt nach einer Krebsbehandlung erfolgt zunächst eine spezifische Nachsorge, die sich nach dem eingesetzten Therapieverfahren richtet. Die allgemeine Nachsorge überwacht den Erfolg der Behandlung.
Ambulant
medizinische Leistungen oder Pflegeleistungen, bei denen der Patient die Behandlungs- oder Pflegeeinrichtung nur vorübergehend in Anspruch nimmt und sie spätestens zur Nacht wieder verlässt.
Anämie
auch Blutarmut genannt. Mangel an roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und/oder roten Blutkörperchen (Erythrozyten) in Folge geringer Anteile an Blutzellen
Aneurysmen
Schwächung der arteriellen Gefäßwand durch Erweiterung einer Schlagader
Anschlussheilbehandlung
sie findet meistens in einem speziellen Zentrum – einem Rehabilitationszentrum - statt. Sie soll helfen Alltagsfähigkeiten zu trainieren und dient der Erholung nach einer Krebstherapie.
Antimitochondriale Antikörper (AMA)
Einer von mehreren biochemischen Markern im Körper, der verwendet werden kann, um PBC zu diagnostizieren.
Aszites
auch Bauchwasser genannt. Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle.
Atzolizumab
Mediakament, das bei der systemischen Therapie zum Einsatz kommen kann
Autoimmun
meint eine Fehlleitung des Immunsystems. Von einer autoimmunen Ekrankung wird dann gesprochen, wenn das körpereigene Gewebe durch das eigene Immunsystem angegriffen wird. Das heißt, körpereigene Abwehrzellen des Immunsystems greifen keine Krankheitserreger an, wofür sie eigentlich da sind, sondern wenden sich gegen körpereigenes Gewebe oder Zellen. PBC, AIH und PSC zählen zu den Autoimmunen Lebererkrankungen.
Barcelona Kriterien
(BCLC = Barcelona Clinic Liver Cancer), Kriterienkatalog zur Einschätzung und Beurteilung der Therapieoptionen bei primärem Leberkrebs
Bauchglatze
Verlust der Behaarung im Bauchbereich und manchmal im angrenzenden Intimbereich. Mögliche Begleiterscheinung der Leberzirrhose
Bauchspiegelung
Bezeichnung einer Methode, bei der die inneren Organe mittels spezieller optischer Instrumente sichtbar gemacht werden können, ohne einen größeren Bauchschnitt durchzuführen.
Bauchwasser
siehe Aszites – Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle als Folge einer Leberzirrhose
BCLC- Stadium
Barcelona Clinic Liver Cancer – Einteilung des Leberkrebs in Stadien. Diese dienen zur Einschätzung und Beurteilung der Therapieoptionen bei primärem Leberkrebs
Begleitsymptome
Erscheinungen, die neben der eigentlichen Erkrankung auftreten, beispielsweise starke Müdigkeit
Bestrahlung
entspricht den Begriffen Strahlentherapie oder Radiotherapie. Verfahren um mit Hilfe von Strahlen den Tumor zu bekämpfen.
Bewusstseinsstörungen
Beeinträchtigung oder Veränderung des gewöhnlichen Alltagsbewusstseins. Sie können u. a. durch die Gabe von starken Schmerzmitteln hervorgerufen werden.
Bildgebendes Verfahren
dazu gehören der Ultraschall (Sonographie), die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT)
Bilirubin
Bilirubin ist das gelbe Abbauprodukt des normalen Häm-Katabolismus, das durch die körpereigene Reinigung von alten roten Blutkörperchen, die Hämoglobin enthalten, produziert wird. Bilirubin wird über Galle und Urin ausgeschieden. Erhöhte Werte können auf bestimmte Krankheiten hinweisen, z.B auch auf eine Funktionsstörung der Leber
Biopsie
Die Biopsie dient in erster Linie dazu, verdächtiges Gewebe aus der Leber zu entnehmen, damit es genauer untersucht werden kann. Das entnommene Gewebe wird von einem Pathologen mikroskopisch untersucht. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob das untersuchte Gewebe Krebszellen enthält, der Tumor gut oder bösartig ist oder es sich sogar um gesundes Gewebe handelt. Eine Biopsie ist immer dann sinnvoll, wenn die bildgebenden Verfahren (Ultraschall, MRT und CT) keine eindeutige Diagnose zulassen oder die Tumore zu klein sind (unter einem Zentimeter Durchmesser).Die Durchführung einer Biopsie erfolgt mit Hilfe einer Hohlnadel, die durch den Bauchraum in die Leber eingeführt wird. Der Vorgang wird mit Ultraschall oder CT begleitet. So ist sichergestellt, dass das Gewebe an der richtigen Stelle entnommen wird. Die Bauchdecke selbst wird lokal betäubt. Der Eingriff ist in aller Regel schmerzfrei. Meistens findet die Biopsie ambulant statt. Im direkten Anschluss muss der Patient noch einige Zeit ruhig liegen bleiben, da es zu Nachblutungen kommen kann. Das ist jedoch äußerst selten der Fall. Eine durch den Facharzt durchgeführte Biopsie gilt heute als Routineeingriff, der mit einem sehr geringen Risiko für Komplikationen verbunden ist.
Blutarmut
ein Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) und/oder roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und daraus resultierend einem zu geringen Anteil an Blutzellen (Hämatokrit) im Körper
Bluthochdruck
der Blutdruck ist der Druck des Blutes, den es beim Durchströmen auf die Gefäße ausübt. Von Bluthochdruck wird gesprochen, wenn dieser über dem erhöhten Normwert von 130-139/85-89 mmHg liegt.
Bluttransfusion
Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen eines Spenders auf einen Empfänger
Blutunterdruck
der Blutdruck ist die Kraft des Blutes, die es beim Durchströmen auf die Gefäße ausübt. Von Blutunterdruck wird gesprochen, wenn dieser unter 100/110 zu 60 mmHg liegt.
Blutuntersuchung
Die Untersuchung des Blutes ist eine weitere Methode zur Diagnose von Leberkrebs. Mit Hilfe von sogenannten „Tumormarkern“ kann festgestellt werden, ob Tumore vorhanden sind. Leider sind Tumormarker allein nicht aussagekräftig. Auch bei Entzündungen im Körper können Tumormarker erhöht sein. Ein erhöhter Tumormarker ist somit kein eindeutiges Merkmal für Leberkrebs. Bei Verdacht auf Leberkrebs wird das Blut häufig auf den Tumormarker AFP (Alpha-Fetoprotein) untersucht. In der Regel wird der AFP nicht zur Erst-Diagnostik des Leberkrebses eingesetzt. Er kann aber zur Verlaufskontrolle der Tumorerkrankung hilfreich sein.
Bridgingverfahren
temporäre Überbrückungsmaßnahmen im Rahmen einer Therapie, z.B. zur Überbrückung der Zeit bis zur einer späteren Organtransplantation
Cabozantinib
Ein Wirkstoff, der bei der Systemischen Therapie eingesetzt werden kann.
Chemotherapeutikum
aus chemischen Substanzen hergestelltes Arzneimittel, das Tumorzellen abtötet oder Krankheitserreger hemmt.
Chemotherapie
Behandlungsverfahren bei Krebs. In der Regel ist mit der Chemotherapie eine „zytostatische“ (Substanz, die das Zellwachstum und die Zellteilung verhindert) Behandlung von Krebs gemeint.
Child Pugh A
gibt den Schweregrad der Zirrhose an (A=milde Zirrhose/kompensierte Zirrhose)
Child Pugh B
gibt den Schweregrad der Zirrhose an (B=moderate bis starke Zirrhose/kompensierte Zirrhose)
Child Pugh C
gibt den Schweregrad der Zirrhose an (C= sehr starke Zirrhose/dekompensierte Zirrhose = die Leberfunktionen können nicht mehr aufrechterhalten werden)
Cholestase
Eine Abnahme des Gallenflusses aufgrund eingeschränkter Ausscheidung oder Aufstau des Gallenflusses.
chronische Infekte
die köpereigenen Immunabwehr reicht nicht aus. Der Infekt tritt immer wieder auf oder heilt nicht aus.
Co – Medikationen
zusätzliche verabreichte Medikamente, die den therapeutischen Erfolg des Hauptmedikamentes unterstützen
Coping Strategie
Bewältigungsstrategien zum Umgang mit einer Erkrankung
CT
Der Computertomograph ist eigentlich ein großes Röntgengerät. Im Gegensatz zu einem einfachen Röntgengerät nimmt der CT die Organe aus verschiedenen Positionen und in Schichten auf. Auf den entstandenen Aufnahmen lassen sich einzelne Organe bildlich und räumlich darstellen.
Depression
ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln des Betroffenen beeinflusst
Depressionen
ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln des Betroffenen beeinflusst
Diabetes Mellitus
Zuckerkrankheit - ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen des Stoffwechsels
Downstaging
Durch ein Therapieverfahren sollen die Tumore verkleiner und/oder ihre Anzahl verringert werden, sodass die Kriterien (Mailand-Kriterien) für eine Lebertranplantation erfüllt werden.
Drug-Eluting Beads (TACE-DEB)
ein Therapieverfahren, bei dem zusätzlich zum lokal in den Tumor verabreichtem Medikament, kleinste Partikel in den Tumor eingebracht werden und diesen verstopfen. Das eigentliche Medikament kann dann bis zu einer Woche direkt im Tumor wirken.
ECOG-Kriterien
Kriterien zur Einschätzung des Aktivitätsniveaus eines Patienten
Eigenbehandlung oder Selbstmedikation
nicht vom Arzt angerordnete Medikamente oder Maßnahmen.
Eiweiße
Universalbaustoff des Körpers. Eiweiße aus der Nahrung werden im Körper aufgespalten und in körpereigenes Eiweiß umgewandelt.
Embolisation
künstlicher Verschluss von Blutgefäßen, beispielweise durch Moleküle/Kunststoffe, mit dem Ziel die Blutzufuhr zum Tumor zu unterbrechen
Embolisatverschleppung
Das Dichtmaterial der Embolisation verteilt sich und kann andere Gefäße als die des Tumors verstopfen
Endoskop
Untersuchungsgerät, dass aus einer Art Schlauch mit einer kleinen Kamera besteht. Es dient der optischen Untersuchung von inneren Organen.
Enterale
eine Form der künstlichen Nahrungsversorgung, bei der die Nahrungszufuhr über den Magen-Darm-Trakt verläuft, ohne dass der Mund-Rachen-Raum genutzt wird. (künstliche Ernährung)
Entzündung
ist eine körpereigene Reaktion auf Reize. Entzündungszeichen sind Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und funktionelle Einschränkungen.
Entzündungswerte
hohe Entzündungswerte deuten auf eine Abwehrreaktion des Immunsystems hin. Sie können Anzeichen eines Infektes oder Erkrankung sein.
Ergotherapie
hilft dabei, durch Krankheit oder Behinderung verlorengegangene alltägliche Handlungsfähigkeit wiederherzustellen oder zu verbessern (z.B. durch Schulung der Motorik und der Wahrnehmung)
Erstlinientherapie
bezeichnet die bevorzugte, bzw. erste Behandlungsoption. Nicht alle Medikamente, die auf dem Markt sind, haben eine Zulassung zur Erstlinientherapie
extrahepatisches Staging
Klassifizierung/Einteilung eines Tumors, der außerhalb der Leber liegt
Fachdisziplinen
unterschiedliche Fachrichtungen in der Medizin (Kardiologe, Hepatologe etc.)
Fettleberentzündung
auch Steaohepatitis genannt - durch zuviel eingelagertes Fett in den Leberzellen hervorgerüfene Entzündung
Fibrose
Entzündetes Bindegewebe in einem Organ, was zu Schäden und Narbenbildung führen kann.
Galle
Eine gelb-grüne Flüssigkeit, die von der Leber hergestellt, in der Gallenblase gespeichert und durch die Gallengänge transportiert wird. Galle hilft bei der Verdauung von Fetten.
Gallenflüssigkeit
Eine gelb-grüne Flüssigkeit, die von der Leber hergestellt, in der Gallenblase gespeichert und durch die Gallengänge transportiert wird. Galle hilft bei der Verdauung von Fetten.
Gallengang
Eine röhrenartige Struktur in der Leber, die zur Unterstützung der Verdauung Galle aus der Leber und Gallenblase in den Dünndarm transportiert.
Gastroenterologe
spezialisierter Internist, der sich mit der Diagnostik, der Therapie und der Vorsorge (Prävention) von Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes und der Leber befasst.
Gelbsucht
Beim Abbau des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) entsteht als „Abfallprodukt“ das sogenannte Bilirubin. Das Bilirubin wird über die Leber entsorgt. Bei einer Zirrhose gelingt der Leber diese Entsorgung nicht und es kommt zu einer Ansammlung von Bilirubin im Körper. Als Folge verfärben sich die Haut und das Weiße in den Augen gelblich. Im Urin macht sich das erhöhte Bilirubin durch eine dunkelgelbe bis bräunliche Färbung bemerkbar. In Folge der vermehrten Ablagerung von Bilirubin kann es dann zu starkem Juckreiz kommen
Grading
Grading wird als ein Vorgang bezeichnet, bei dem Tumorzellen danach beurteilt und eingeteilt werden, inwieweit sie sich von gutartigen normalen Gewebezellen unterscheiden.
Grunderkrankung
ein anderes Wort dafür ist Basiserkrankung. Diese kann ursächlich für weitere Erkrankungen sein (Folgeerkrankungen).
Gynäkomastie
bezeichnet das Wachstum von Brüsten bei Männern. Das Wachstum des Brustgewebes kann viele Ursachen haben, unter anderem kann es eine Folge der Leberzirrhose sein.
Hämochromatose
Auch Eisenspeicherkrankheit genannt. Bei dieser Erkrankung reichert der Körper zu viel Eisen in Gelenken und Organen, u.a. auch in der Leber an. Die hohen Eiseneinlagerungen führen zu einer Schädigung der Leber. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber behandelbar.
Hand-Fuß-Syndrom
wird zumeist als schmerzhafte Veränderung der Hautoberfläche an den Handinnenflächen und den Fußsohlen verstanden und kann eine Nebenwirkung der systemischen Therapie sein.
Patienten unter einer Systemischen Therapie sollten deshalb erste Anzeichen für die Entstehung eines Hand-Fuß-Syndroms unbedingt ernst nehmen und dem Arzt mitteilen. Wird das Hand-Fuß-Syndrom frühzeitig erkannt, kann es häufig abgemildert werden.
Hepatische Enzephalopathie
Giftstoffe, wie beispielsweise Alkohol und Abbauprodukte des Stoffwechsels, können nicht mehr ausreichend gefiltert und abgebaut werden. Sie reichern sich im Körper an und nehmen Einfluss auf die Gehirnfunktion. In der Medizin werden diese Funktionsstörungen als Leber-Hirn-Funktionsstörung oder Hepatische Enzephalopathie (HE) bezeichnet. Erste Auswirkungen machen sich durch Konzentrationsstörungen und anhaltende Müdigkeit bemerkbar. Mit weiter abnehmender Funktionsfähigkeit der Leber kann es zu starker Verwirrtheit bis hin zum Verlust des Bewusstseins (Leberkoma) kommen.
Hepatitis B
akute oder chronisch verlaufende Leberentzündung verursacht durch den Hepatis-B-Virus. Gegen Hepatitis B kann geimpft werden. Eine Heilung ist aktuell nicht möglich, aber es bestehen gute Behandlungsmöglichkeiten.
Hepatitis C
akute und dann häufig chronisch verlaufende Leberentzündung verursacht durch eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus. Gegen Hepatitis C gibt es keinen Impfstoff. Eine medikamentöse Therapie ist möglich und bietet sehr gute Heilungschancen
Hepatitis D
eine Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus ist nur möglich, wenn bereits eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus vorliegt. Eine Impfung gegen Hepatitis-B ist somit ein wirksamer Schutz vor einer Hepatitis-D Infektion
Hepatologe
Gastroenterologe, der sich auf die Erkrankung der Leber spezialisiert hat
Herzschwäche
das Herz ist nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen und die Organe mit ausreichend Sauerstoff und Energie zu versorgen
Hormonellen Störung
Hormone übernehmen wichtige und vielfältige Aufgaben im Körper. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt für das körperliche und seelische Wohlbefinden sehr wichtig. Bei einer hormonellen Störung ist der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht.
Bei Leberschädigungen z.B. Zirrhose, kann es zu Störungen des Hormonhaushaltes kommen. Bei Männern ist die Potenzfähigkeit in der Regel stark beeinträchtigt. Gleichzeitig kann es zum Wachstum eines weiblichen Brustansatzes (echte Gynäkomastie) und einem Verlust der Bauchbehaarung (Bauchglatze) kommen. Bei Frauen zeigen sich die hormonellen Störungen durch ein Ausbleiben der Menstruation.
Hormonhaushalt
Hormone übernehmen wichtige und vielfältige Aufgaben im Körper. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt für das körperliche und seelische Wohlbefinden sehr wichtig.
Hospizdienst
er begleitet, unterstützt schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase
IgG
Immunglobuline G (IgG) sind ein wichtiger Bestandteil unseres Abwehrsystems. Schwimmen Krankheitserreger in unserem Blut, schütten sogenannte Plasmazellen IgG-Moleküle (Antikörper) aus. Sie verbinden sich mit den Erregern und lösen dadurch weitere Abwehrvorgänge aus
IgM
Immunglobuline sind Eiweiße, die Krankheitserreger im Blut bekämpfen. Immunglobulin M (IgM) ist bei Infektionen besonders schnell zur Stelle
Ikterus
Beim Abbau des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) entsteht als „Abfallprodukt“ das sogenannte Bilirubin. Das Bilirubin wird über die Leber entsorgt. Bei einer Zirrhose gelingt der Leber diese Entsorgung nicht und es kommt zu einer Ansammlung von Bilirubin im Körper. Als Folge verfärben sich die Haut und das Weiße in den Augen gelblich. Im Urin macht sich das erhöhte Bilirubin durch eine dunkelgelbe bis bräunliche Färbung bemerkbar. In Folge der vermehrten Ablagerung von Bilirubin kann es dann zu starkem Juckreiz kommen. Ikterus wir oft auch als Gelbsucht bezeichnet.
Immunsuppression
künstliche Unterdrückung des Immunprozesses, um beispielsweise die Abstoßung eines transplantierten Organes zu verhindern
Immunsuppressiva
Medikament, das die Immunreaktion des Körpers vermindert
Immunsystem
Fähigkeit des Körpers schädliche Einflüsse eigenständig zu bekämpfen und sie abzuwehren
Implantation
in den Köper eingepflanztes künstliches Material, was dauerhaft oder länger im Körper verbleibt, wie beispielsweise ein künstliches Gelenk, Stents oder Gefäßprothesen
Interdisziplinär
Zusammenarbeit von mehreren Fachbereichen. Beispielsweise setzt sich das Tumorboard aus interdisziplinären Fachkräften zusammen.
Inzidenz
Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen innerhalb einer Personengruppe von bestimmter Größe während eines bestimmten Zeitraums
Kältetherapie
lokal oder auf den gesamten Körper angewendete Behandlung mit Kälte, um z. B. Schwellungen der Haut beim Hand – Fuß – Syndrom zu therapieren.
Katheter
sind Röhrchen oder Schläuche mit deren Hilfe Organe gespült, gefüllt oder entleert werden können, z.B. die Blase nach einer Operation
Ko-Morbidität
zusätzliche Erkrankung zur Grunderkrankung. Sie muss nicht im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen, was in der Praxis jedoch häufig der Fall ist.
Koma
Zustand des sehr tiefen Schlafes und vollständiger Bewusstlosigkeit. Auf äußere Reize erfolgt keine Reaktion.
Komorbiditäten
zusätzliche Erkrankungen zur Grunderkrankung. Sie muss nicht im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen, was in der Praxis jedoch häufig der Fall ist.
komplementäre Verfahren
ergänzende Therapien, welche die eigentliche Therapie unterstützen sollen
Kontraindiaktion
Es liegen medizinische Gründe und gesundheitliche Faktoren beim Patienten vor, die ein hohes Risiko für das Gelingen eines Eingriffs oder eine Therapie bedeuten könnten.
Kontrastmittel
verbessern die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers bei bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise bei der Computertomographie
Krampfadern
Aussackung der Gefäßwände, durch die sich die betroffenen Venen erweitern. Blut staut sich in den Venen zurück und stellt dadurch eine Belastung für das Gefäßsystem dar. Das Risiko zur Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) ist erhöht.
Kupferspeicherkrankheit
Morbus Wilson. Bei der Erkrankung lagert der Körper zu viel Kupfer in Organen u.a. die Leber, Geweben und dem Zentralnervensystem ein, was zu vielfältigen gesundheitlichen Störungen und Schädigungen führen kann. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten behandelbar.
kuratives Verfahren
Ein Therapieverfahren, dass auf eine Heilung ausgelegt ist
Leber
Das größte feste Organ im menschlichen Körper. Lage: im oberen Teil des Bauches auf der rechten Seite. Die Leber hilft dem Körper, Nahrung zu verdauen, Energie zu speichern und giftige Stoffe abzubauen.
Leber-Elastografie
Eine Art Ultraschallverfahren, bei dem der Grad der Leberschädigung (Fibrose und Zirrhose) ermittelt werden kann. Auch bekannt als Lebersteifigkeitsmessung.
Leberfunktion
die Leber erfüllt eine Vielzahl von Stoffwechselaufgaben im Körper. Sie werden als Leberfunktion bezeichnet.
Leberfunktionsstörung
Die Leber ist in ihrer Funktion eingeschränkt und kann ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die schwerste Form der Leberfunktionsstörung ist das Leberversagen.
Leberkapsel
ist die äußere Hülle der Leber. Sie umschließt sie und grenzt sie somit von anderen Organen ab.
Leberkoma
komatöser Zustand des Patienten, der durch ein Leberversagen verursacht wird. Die Leber ist dabei so stark geschädigt, dass sie ihre Funktion als Entgiftungsorgan verliert. Schadstoffe und Gifte zirkulieren im Körper und gelangen auch in das Gehirn. Es kommt zu einem Koma, das lebensbedrohlich ist.
Leberparameter
verschiedene Blutwerte, die Rückschlüsse auf mögliche Zellschädigungen und Funktionsstörungen in der Leber zulassen und ein Indikator für unterschiedliche Erkrankungen der Leber sein können.
Lebersteifigkeitsmessung
Elastographie. Eine Art Ultraschallverfahren, bei dem der Grad der Leberschädigung (Fibrose und Zirrhose) ermittelt werden kann.
Leberteilresektion
Ein Teil der Leber wird, z.B. rund um den Tumor operativ, entfernt. Das Verfahren setzt voraus, dass genügend funktionsfähiges Lebergewebe nach der Entfernung des Tumors verbleibt.
Lebervene
über die Lebervene wird Blut aus der Leber und der Pfortader in den Blutkreislauf geleitet.
Leberversagen
die Leber kann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und schaltet alle Funktionen ab. Ursächlich hierfür können z.B. schwere Vergiftungen, chronische Lebererkrankungen im zirrothischen Endstadium sein.
Leberzirrhose
Die Leber ist ein wichtiges Stoffwechselorgan und übernimmt vielfältige Aufgaben im Körper. Sie wandelt Nährstoffe um, speichert Energie und gibt diese bei Bedarf über die Blutbahn ab. Zudem ist sie auch eine große Drüse, denn sie produziert die Gallensäure. Die Galle ist wichtig für die Verdauung von Nährstoffen. Eine weitere Funktion der Leber ist die Beseitigung von Giftstoffen aus dem Körper. Die Leber nimmt sie auf, wandelt sie in ungiftige Stoffe um und sorgt dafür, dass sie ausgeschieden werden. Wenn die Leber durch eine Zirrhose (narbiger Umbau der Leberzellen) zunehmend an Funktionsfähigkeit verliert, kann sie diese wichtigen Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Eine Zirrhose kann weitreichende gesundheitliche Komplikationen verursachen: Eine Leberzirrhose kann sich durch weitere Symptome bemerkbar machen. Hierzu gehören u.a. Bauchschmerzen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit sowie ein unerklärbarer Gewichtsverlust. Selten kann man unter dem rechten Rippenbogen Schwellungen ertasten. Eine fortgeschrittene Zirrhose ist nicht heilbar, aber die möglichen Komplikationen behandelbar. Zudem muss eine bestehende Zirrhose in regelmäßigen Abständen (mind. alle 6 Monate) kontrolliert werden. Durchzuführende Untersuchungen sind: Ultraschall (Sonographie) oder Lebersteifigkeitsmessung, Magenspiegelung (Gastroskopie), Blutuntersuchung. Die Zirrhose wir in drei Schweregrade unterteilt (Child Pugh A-C). Komplikationen der Leberzirrhose können sein: Hepatische Enzephalopathie, Gelbsucht, Pfortaderhochdruck und Ösophagusvarizen (Krampfadern i.d. Speiseröhre), Hormonelle Störungen.
Leitlinie
Behandlungs- und Versorgungsrichtlinie für Ärzte. Die Leitlinie wird regelmäßig auf den wissenschaftlich neusten Stand gebracht. Ärzte finden dort u.a. Empfehlungen und Richtlinien zur Therapie und Diagnostik bei einer Erkrankungen
Leitlinie für Leberkrebs
Behandlungs- und Versorgungsrichtlinie für Ärzte
Leitlinie/ Leitlinienprogramm
Behandlungs- und Versorgungsrichtlinie für Ärzte
Lenvatinib
Medikament, das bei der systemischen Therapie zum Einsatz kommen kann
Lymphknoten
Sie filtern die Gewebsflüssigkeit und sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie verteilen sich über den gesamten Körper und nehmen dort lokal ihre Funktion wahr.
Magensonde
Schlauch, der über den Mund oder die Nase eingeführt wird und von seiner Länge bis in den Magen reicht. Über die Magensonde wird beispielsweise die künstliche Ernährung vorgenommen.
Mailand-Kriterien
medizinische Kriterien, welche die Chancen für eine erfolgreiche Lebertransplantation kennzeichnen. Damit Patienten für eine Spenderleber gelistet werden, müssen die Kriterien erfüllt sein.
Makromoleküle
sind große Moleküle, die aus vielen, bis zu mehreren hunderttausend, gleichen oder unterschiedlichen Bausteinen bestehen.
Menstruationsstörungen
unregelmäßiger oder ganz ausbleibender Monatszyklus bei Frauen
Metastasen
Tumorzellen gelangen über das Blut oder die Lymphflüssigkeit in weiteres Gewebe und Organe und siedeln sich dort an und bilden neue Krebsgeschwülste (Metastasen)
Metastasenbildung
sie können sich unabhängig vom Erkrankungsstadium bilden, sogar auch dann noch, wenn der eigentliche Tumor bereits entfernt wurde.
Mikrowellenablation
ein auf Heilung des Krebses ausgelegtes Verfahren. Es ist dem der Radiofrequenzablation (RFA) ähnlich.
Milz
liegt im Bauchraum in Magennähe. Sie hat eine Abwehrfunktion gegen körperfremde Stoffe, speichert die weißen Blutkörperchen und sondiert alte rote Blutkörperchen aus.
minimal-invasives Verfahren
Operationstechnik, die ohne große Zugangsschnitte auskommt, um zum Zielorgan oder Gewebe vorzudringen.
Mischkost
Eine Mischkost beinhaltet ein ausgewogenes Verhältnis von allen Nährstoffen
Molekulartherapie
Therapieverfahren was darauf abzielt, das gesunde Gewebe möglichst zu schonen. Die Struktur der eingesetzten Moleküle ist auf die Eigenschaften der Tumorzellen abgestimmt, um diese zu gezielt in ihrem Wachstum zu hemmen.
MRT
Die Magnetresonanztomographie ist auch als Kernspinntomographie bekannt. Sie basiert nicht auf Röntgenstrahlen, sondern arbeitet mit Magnetfeldern. Eine MRT liefert dem Arzt vor allem bei Organuntersuchungen ein sehr genaues Bild der zu untersuchenden Körperregion. Die Untersuchung dauert in der Regel länger als eine CT oder Ultraschalluntersuchung (circa 20 Minuten). Als unangenehm kann empfunden werden, dass bei einem MRT der ganze Körper von einer Röhre umschlossen ist. Zudem sind während der Aufnahmen laute Klopfgeräusche zu hören. Diese sind aber durch Kopfhörer gut reduzierbar. Die Vorteile der MRT gegenüber dem CT liegen darin, dass Patienten keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt und die Untersuchungsergebnisse meist sehr genau sind.
Nachsorgeprogramm
nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung wird durch verschiedene Kontrolluntersuchungen der Erfolg überwacht. Ein Wiederauftreten des Krebses kann dadurch frühzeitig erkannt werden.
Nährstoffmangel
Unterversorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch der Hauptnährstoffgruppen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße
NASH
Die Abkürzung steht für: non-alkoholic-steatohepatitis bzw. nicht-alkoholische Fettleberentzündung und meint eine die entzündliche Veränderung einer bestehenden Fettleber, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wird.
Natriumreduktion
Verringerung der Menge an Kochsalz bei der Zubereitung von Speisen sowie die Vermeidung von natriumhaltigen Lebensmitteln
Naturheilverfahren
alternative oder begleitende Behandlungen zur klassischen Schulmedizin
Nebennieren
Hormondrüse die im inneren Teil, dem Nebennierenmark, die Hormone Adrenalin und Noradrenalin und im äußeren Teil, der Nebennierenrinde, Cortisol produziert. Zudem ist sie an der Regulation des Zucker-, Wasser- und Mineralstoffhaushaltes beteiligt.
Nichtopiodanalgetika
Schmerzmittel, die keine Opiate enthalten, z.B. Paracetamol oder Novalgin
Nuklearmedizinern
sie können an der Diagnostik, aber auch bei der Durchführung von Therapieverfahren beteiligt sein
Oberbauchorgane
Sammelbegriff für die Organe: Leber, Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm
Onkologie
Fachrichtung in der Medizin, die sich mit Krebserkrankungen befasst
Ösophargusvarizen
Aufgrund der Vernarbungen kann das Blut nicht mehr ungehindert durch die Leber fließen. Das Blut staut sich vor der Leber in der Pfortader auf und es kommt zu einem erhöhten Druck in der Pfortader (Pfortaderhochdruck oder auch portale Hypertension). Nach und nach bilden sich Umgehungskreisläufe aus. Diese Umgehungskreisläufe bestehen aus einem neu angelegten Netz aus Adern, die um die Leber herumlaufen. he Einer der Umgehungswege verläuft von der Pfortader über die Magenvenen in die unteren Speiseröhrenvenen. Die Venen der Speiseröhre sind sehr dünn und können dem stärkeren Druck auf die Gefäßwände nicht dauerhaft standhalten. Die Gefäßwände leiern aus und es bilden sich Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophargusvarizen). Es kann zu Blutungen in der Speiseröhre kommen. Auftretende Blutungen können Lebensgefahr bedeuten und müssen sofort behandelt werden
Palliativ
schmerzlindernd, eine Erkrankung ist nicht heilbar, aber die Beschwerden, die sie verursacht sollen reduziert werden.
palliativ-medizinische Teams
ein Team aus Fachkräften, dass sich ganzheitlich um die Versorgung des Patienten kümmert, wenn klar ist, dass die Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist.
palliativen Versorgung
sie zielt nicht auf die Heilung des Patienten, sondern Schmerzen zu lindern sowie Angebote bereitzustellen, die der Krankheitsbewältigung und der Aufrechterhaltung der Lebensqualität dienen.
Parasitäre
kommt von Parasit: Organismen, die sich vorübergehend oder andauernd in oder auf einem anderen Lebewesen – dem Wirt – befinden und sich von diesem ernähren.
Parazentese
allgemeiner medizinischer Begriff, der das Eindringen in ein Gewebe oder Organ meint, um Flüssigkeiten herauszulassen. Bei Lebererkrankungen ist hierbei eine Ableitung des Bauchwassers (Aszites) gemeint. Hierbei wird häufig von einer Aszites-Punktion gesprochen.
Pathologen
Fachmediziner, die unter anderem auch entnommenes Gewebe untersuchen und beurteilen.
Pathologie
stellt einen Teilbereich der Medizin dar, die sich mit der Herkunft, der Entstehungsweise und dem Verlauf von Erkrankungen befasst sowie den Auswirkungen einer Erkrankung auf den Organismus. Im Bereich der Diagnose befasst sie sich häufig mit der Untersuchung von Geweben.
PBC
Primär Biliäre Cholangitis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die kleinen Gallengänge in der Leber geschädigt werden. Die PBC zählt zu den Lebererkrankungen.
Pfortader
Die Pfortader führt vom Darm zur Leber und führt ihr die aus der Nahrung aufgenommen Nährstoffe zu.
Pfortaderhochdruck (portale Hypertension)
er entsteht, wenn der Abfluss/Zufluss des Blutes aus/in der Leber, z.B. aufgrund einer Zirrhose oder der Lage und Größe eines Tumors nicht mehr gut funktioniert. Das Blut staut sich als Konsequenz vor und in der Leber auf.
Pfortaderthrombose
Bildung von Blutgerinnseln in der Pfortader in der Leber
PH-neutral
ein Stoff oder eine Flüssigkeit ist weder sauer noch alkalisch. Er ist neutral. Die Skala zur Einteilung des PH Wertes reicht von 1 (stake Säure) bis hin zu 14 (starke Lauge). Der Wert 7 ist neutral.
Physiotherapeuten
therapeutische Fachkraft. Zu ihren Angeboten gehören z.B. Massagen, Mobilisation, Schmerzreduktion, Lymphdrainage, Kälte- und Wärmetherapien
physiotherapeutische Maßnahmen
dazu gehören z.B. Massagen, Mobilisation, Schmerzreduktion, Lymphdrainage, Kälte- und Wärmetherapien
Prävention
vorbeugende Maßnahme, z.B. um eine Erkrankung zu verhindern oder gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
Progredient
Übersetzt: Fortschreitend. Eine progrediente Erkrankung zeigt einen zunehmend schweren Verlauf.
Progressiv
Übersetzt: fortschreitend – Steigerung von Umfang und Schwere. PBC wird als progressive, fortschreitende Erkrankung definiert.
Proliferation
schnelle Vermehrung von Gewebe durch Zellteilung und Zellwachstum
Pruritus
Klinischer Begriff für starken Juckreiz, ein häufiges Symptom bei Erkrankungen der Leber
PSC
Primär Sklerosierende Cholangitis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich der großen Gallengänge in und außerhalb der Leber entzünden. Es kommt zu narbigen Verhärtungen der Gallengänge, was zu einer Verengung der Gallengänge führt. Die PSC gehört zu den Lebererkrankungen.
Psychoonkologie
psychologische Spezialisierung zur Betreuung und Therapie von Krebspatienten
Psychoonkologisch
Unterstützungsangebot für Krebspatienten, um mit der Erkrankungssituation und den damit verbundenen Herausforderungen besser umgehen zu können. Angehörige können die Angebote auch in Anspruch nehmen.
Psychosozial
Zusammenhang zwischen psychischen und sozialen Faktoren, beispielweise kann eine körperliche Erkrankung psychische Probleme, wie eine Depression auslösen, diese wiederum kann den Rückzug aus sozialen Aktivitäten bedeuten.
Psychotherapie
umfasst verschiedene Verfahren, die bei der Bewältigung von psychischen Problemen oder den Umgang damit unterstützen. Die Verhaltenstherapie ist beispielweise ein Verfahren der Psychotherapie.
Punktion
medizinischer Eingriff, um Gewebe zu entnehmen oder z.B. Bauchwasser abzulassen
R-Klassifikationen
sie sagen aus, in wie weit das Gewebe nach einem operativen Eingriff frei von Tumorzellen ist.
Radiofrequenzablation (RFA)
Verfahren zur Entfernung von erkranktem Gewebe, bzw. eines Tumors mit Hilfe einer erhitzen Sonde, die den Tumor und angrenzendes Gewebe durch hohe Temperaturen zerstört.
Radiologe
Fachmediziner, der sich auf bildgebende Diagnostik spezialisiert hat, aber auch im Bereich der medizinischen Strahlentherapie Patienten behandelt.
Ramucirumab
Medikament, das bei der systemischen Therapie zur Anwendung kommen kann
RECIST-Klassifikation oder EASL-Klassifikation
Verfahren um den Erfolg bei der TACE – Behandlung einschätzen zu können.
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Regorafinib
Medikament, das bei der systemischen Therapie zur Anwendung kommen kann.
Rehabilitationssport
Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit, z.B. durch Gymnastik und Herz – Kreislauf - Training
Resektion
operative (Teil-)Entfernung von Organen oder Organteilen, z.B. die Gallenblase als Teil der Leber oder eine Teilresektion der Leber, aufgrund eines Tumors.
Schilddrüse
Drüse für die Hormonproduktion. Bei einer Störung/Erkrankung in der Schilddrüse, kann es zu zahlreichen Störungen der Stoffwechselfunktionen kommen.
Schmerzskala
dient der Einschätzung der individuell empfundenen Schmerzintensität von 1 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste vorstellbare Schmerzen).
Schmerztherapie
unterschiedliche Verfahren zur Schmerzlinderung. Hierzu gehören neben der Verabreichung von Schmerzmitteln auch Verfahren der Psycho- und Physiotherapie, aber auch alternative Methoden, wie beispielsweise die Akupunktur
Schwachopiodanalgetika
Schmerzmittel, die weniger starke Opiate als Wirkstoff enthalten
SIRT (selektive intraarterielle Radiotherapie)
Therapieverfahren, bei dem radioaktive Moleküle in den Tumor injiziert werden, die ihn zerstören sollen.
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Sonde
Untersuchungs-, Therapie- und Operationsinstrument, mit einer Sonde können auch Körperregionen erreicht werden, die nur schwer zugänglich sind.
Sorafenib
Medikament, das in der systemischen Therapie eingesetzt werden kann
Spezifische Nachsorge
bezeichnet Kontrolluntersuchungen und Behandlungen, die entsprechend dem eingesetzten Therapieverfahren durchgeführt werden.
Spezifische Pallitativversorgung
die benötigte Versorgung des Patienten ist umfangreich und komplex. Ob eine solche Versorgung angezeigt ist, wird durch das Versorgungsteam in Absprache mit dem Patienten und den Angehörigen festgestellt.
Starkopiodanalgetika
Schmerzmittel, die starke Opiate als Wirkstoff enthalten
Stent
eine Gefäßprothese, die in verengte Gefäße eingebracht wird, um diese zu dehnen
Stoffwechsel
Bezeichnet das komplexe Zusammenspiel von Organen, Hormonen, Körperflüssigkeiten und Geweben im Körper, die wichtig sind, damit dieser auf allen Ebenen voll funktionsfähig ist.
Stoffwechselfunktion
sie reguliert viele wichtige Abläufe im Körper, so dass Organe und Vorgänge im Körper optimal funktionieren.
Stoffwechselstörung
das komplexe Stoffwechselsystem des Körpers ist aufgrund einer Störung, Erkrankung oder Fehlfunktion aus dem Gleichgewicht geraten.
Symptom
Begleiterscheinung bei einer Erkrankung, beispielsweise der mögliche Juckreiz bei einer Lebererkrankung
Symptom- und Nebenwirkungsmanagement
durch Medikamente und begleitende Therapien sollen mögliche Beschwerden gemildert werden.
systemische Therapie
eine Behandlung, die auf den ganzen Körper wirkt
T-Zellen
körpereigene Zellen, die ein wichtige Rolle in der Bekämpfung von Krankheiten spielen
TACE - Transarterielle Chemoembolisation
lokal auf den Tumor wirkende Chemo -Therapie. Mittels Katheter wird die Wirksubstanz in den Tumor eingebracht. Die Teilung der Tumorzellen soll damit verhindert werden
TACE – DEB
ein ähnliches Verfahren wie die Transarterielle Chemoembolisation (TACE). Die Partikel, die wie bei der TACE die Blut- und Nährstoffzufuhr unterbrechen sollen, enthalten zusätzlich noch ein Medikament
Transfusion
Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen eines Spenders auf einen Empfänger
Transplantationszentren
Kliniken, die auf die Transplantation von Organen spezialisiert sind.
Tumorboard
Fallberatung und Entscheidung bei Krebspatienten. Die Tumorkonferenz besteht aus mehreren Fachbereichen der Medizin (z.B. Onkologen, Hepatologen, Radiologen, Chirurgen, Nuklearmediziner und Pathologen). Sie besprechen den Einzelfall unter verschiedenen med. Gesichtspunkten (Risiko – Nutzen) und treffen eine Therapieentscheidung.
Tumorkonferenz (auch Tumorboard)
Fallberatung und Entscheidung bei Krebspatienten. Die Tumorkonferenz besteht aus mehreren Fachbereichen der Medizin (z.B. Onkologen, Hepatologen, Radiologen, Chirurgen, Nuklearmediziner und Pathologen). Sie besprechen den Einzelfall unter verschiedenen med. Gesichtspunkten (Risiko – Nutzen) und treffen eine Therapieentscheidung.
Tumormarker
über die Bestimmung des Tumormarkers kann festgestellt werden, ob Tumore vorhanden sind. Schwachpunkt dieser Methode ist, dass nicht immer genau feststeht, ob der erhöhte Wert tatsächlich auf einen Tumor oder auf eine Entzündung im Körper hindeutet
UCSF
(University of California, San Francisco) – dies sind Selektionkriterien für eine Priorisierung für Lebertransplantionspatienten, die außerhalb der Mailand-Kriterien liegen.
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Größe eines einzelnen Tumors darf bis zu 6,5 cm betragen
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Bis zu drei Tumore, welche maximal bis zu 4,5 cm Größe haben dürfen
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und die addierten Tumordurchmesser nicht mehr als 8 cm Größe haben dürfen
Ultraschall
Der Ultraschall ist ein einfaches und sehr schnell durchzuführendes Diagnoseverfahren. Ein Ultraschallgerät arbeitet mit Schallwellen. Über einen Schallkopf werden die Wellen auf das darunterliegende Gewebe übertragen. Geschädigtes Gewebe oder ein Tumor haben eine andere Oberflächenstruktur als gesundes Gewebe. Die Schallwellen werden demnach unterschiedlich reflektiert. Auf dem Monitor des Gerätes werden diese unterschiedlichen Reflexionen als Bild sichtbar. Mit dem Ultraschall lässt sich auch feststellen, ob es eine Wasseransammlung im Bauchraum gibt und ob sich Auffälligkeiten bei anderen Bauchorganen (Magen, Milz etc.) zeigen. Die Ergebnisse des Ultraschalls sind nicht immer sehr genau, daher wird meistens noch ein zweites bildgebendes Verfahren angewendet.
Whipple-Operation
Wenn der Gallengangkrebs in umliegendes Gewebe gestreut hat (z.B. Magen, Dünndarm, Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase), werden die betroffenen Stellen zusammen mit den Gallengängen operativ entfernt
Wundheilungsstörungen
der Heilungsprozess einer Wunde ist verzögert. Die Wunde ist anfälliger für Infektionen. Die Ursachen einer Wundheilungsstörung sind vielfältig.
Zellveränderungen
auffällige Zellen, die sich zu krebsartigen Veränderungen entwickeln können
Zweitlinientherapie
Sie kommt zur Anwendung, wenn das erste Mittel der Wahl (Erstlinientherapie) keinen Erfolg bringt, das Ansprechen unzureichend ist oder das Medikament vom Patienten nicht vertragen wird.
Zyste
Ein mit Flüssigkeit gefüllter, abgekapselter Hohlraum im Gewebe und besteht aus Gewebeflüssigkeit, Blut und einem breiartigen Zusatz aus Talg oder Eiter. Die Kapsel kann aus einer oder mehreren Kammern bestehen und tritt in unterschiedlichen Größen auf.